Goldener Ozean

Ein Mann sitzt in einer Bar, sein Ich geht vor die Hunde, das andere gerät unter die Räder. Da starrt er auf sein Bier und wünscht, es wär ein Ozean, in dem er ertrinken könnt. Stattdessen kippt er das goldene Gebräu weiter literweise in sich hinein, um den da drin zu ersäufen: Den Unaussprechlichen, den Widersacher, diesen Ungott. Unbeeindruckt führt er sein Selbst zum Schafott und hackt ihm eigenständig den Schädel ab. Sozialer Suizid. Es war die Hand des Allmächtigen, die ihn geführt hat, wird er später sagen. Und das alles nur wegen des Geldes und ein wenig Ungerechtigkeit. In Ermangelung eines Richters spricht er sein eigenes Urteil: Dahinsiechen in Bedeutungslosigkeit. Wenigstens bleibt ein Schluck Bier, um die Schmerzen zu betäuben. Dann eine Runde Selbstmitleid, ein Kurzer und es geht schon wieder. War nur ein Ausrutscher. Blödes Arschloch, mach weiter. Keiner wartet auf dich. Du drehst dich mit der Welt, nicht andersrum. Also dann, gute Nacht und ab ins Verderben!

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Von Lukas Böhl

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