Hocker am Tresen

Jedes Glas leer, jede Geschichte zu Ende erzählt.
Jeden Traum niemals erlebt, jede Frau nie kennengelernt.
Alle Sorgen gehabt und wieder vergessen.
Keine Kinder, die Zuhause warten.
Jedem Freund ein gutes Wort gesagt,
für sich selbst nie eins gefunden,
nur einen weiteren Euro,
der noch für ein Bier reichte.
Zwei Finger für zwei Augen des Barkeepers:
Ein Zeichen für noch eins.
Reflektionen im Glas von Leuten,
die einmal dort saßen,
wo jetzt Fremde kommen und gehen.
Nur einer, der immer bleibt,
seinen Platz in dieser Welt eingelöst
gegen einen Hocker am Tresen.

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Von Lukas Böhl

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