Dichtwoch #34 – Regen

D

Der Tag begann mit Regen. Die Sonne stieg hinterm blassen Grau der Wolken empor. Von meinem Balkon konnte ich alles sehen. Irgendwo in der Wohnung gegenüber klirrte das Frühstücksbesteck kurz vor halb sechs. Die Wanduhr tickte synchron mit den Kirchenglocken und die Stadt verschwand für einen Augenblick hinter ihrem Klang. Nicht länger wollte ich Zuschauer sein. Ich nahm meinen Schirm und trat hinaus. In der Ferne fingen die Berge den Blick ein, der Regenschleier schottete den Horizont ab. Da fiel eine Wolke vom Himmel und verfing sich unter meinem Regenschirm. Seitdem regnet es, wohin ich auch geh.

Aktuelle Beiträge