Der Sensenmann

Es ist kurz nach acht. Draußen steht der Sensenmann und winkt mir zu. Leider kann darf ich nicht zum Spielen raus. Da fasst er sich an die Nase. Er könne es schneien lassen, wenn ich will. Nicht interessiert, mein Winter ist längst vorbei. Er deutet auf die Schnapsflaschen auf dem Regal hinter mir. Keine Chance, signalisiere ich ihm. Ohne Grund fasse ich die mehr nicht an. Da gestikuliert er mit der rechten Hand, als würde er ein Auto lenken, während er die linke schnurstracks nach vorne schnellen lässt. Ich vermisse die Autobahn, aber nicht so sehr. Plötzlich schwebt eine Glühbirne neben ihm. Er schnippt und sie beginnt rot zu leuchten. Für mich nur noch gelbes Licht. Schließlich gibt er auf. Aber ich weiß, dass er morgen wieder da sitzen wird mit denselben Tricks. Doch trifft er dann immer noch auf ein standhaftes Ich?

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Von Lukas Böhl

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