Wie Papier

Ich bin ein weißes Stück Papier, das nicht beschrieben werden will. Liege still in der Hoffnung, dass mich keiner sieht. Winde mich, um dem Stift zu entkommen, der mich meiner Ursprünglichkeit beraubt. Solange ich nichts bin, kann ich alles sein. Solange ich nicht weiß, was ich will, kann ich noch alles haben. Aber falte mich nicht in eine Form, davor zerreiße mich in tausend Schnipsel. Besser noch: Lass mich hier liegen und die Eindrücke der Welt in mich aufnehmen, bis sich meine Geschichte von selbst schreibt. Und bilde dir nicht ein, dass du mich kennst. Wenn du mich nicht bei dir willst, so wirf mich in den Wind. Immer hin und her, auf und ab, mal hier, mal dort. Und bevor du auch die andere Seite von mir siehst, bin ich schon wieder fort.

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Von Lukas Böhl

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