Was bleibt…

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Es kommt einfach nichts mehr an. Die Worte fliegen davon, Taten stellen sich vor Gedanken. Und plötzlich bin ich einem anderen Land, trinke wieder Alkohol, fange mit dem Schreiben an. Wo er so lange war, will ich von dem Engel auf meiner Schulter wissen. Hat er dem Teufel meinen Namen verraten? Er war es nicht. Das bedarf keiner Erklärung. Nur ich kann mich selbst verleumden. Langsam kommt das Verständnis, auch Selbstisolation heißt nicht alleine zu sein. Und Alleinsein endet nicht immer in Einsicht, ist man nicht eins mit sich. Denn wer ständig nachdenkt, hört sich selbst irgendwann nicht mehr zu. Studieren, probieren und verstehen. Dann war’s das. Für immer unter „Keine Wiedervorlage“ einsortiert.  Den Fehler vermieden, bevor er zur Katastrophe wurde. War nur ein bisschen kostspielig. Doch anders als Zeit kann man Geld vermehren. Was bleibt, ist eine unteilbare Erfahrung, ein Fußabdruck in einem neuen Land und ein bisschen Scham.

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