Unsichtbarer Feind

Die Straßenlichter erleuchten mein Zimmer, doch können sie den Feind nicht sichtbar machen, der mich hier gefangen hält. Also starre ich weiter in den Fernseher, um hinter die Mauern meiner vier Wände zu schauen. Warten, bis etwas geschieht und hoffen, dass nichts passiert, lautet die Devise dieser Tage. Ich sehe meinen Nachbarn auf dem Balkon gegenüber und bin ihm nicht näher, als den Menschen in China. Überhaupt ist nur eine Stimme von mir geblieben und ein paar Textzeilen, die meinen Körper in diesen Zeiten ersetzen. Und ich frage mich, wann Smartphone zum Synonym für Existenz wird.

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Von Lukas Böhl

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