Spazieren in Trier

Es ist spät, schon fast 12. Ein Spaziergang durch Trier. Die letzten Schatten huschen nach Hause. Die Frage „Warum unter diesen Umständen?“ brennt sich in meinen Kopf. Regen fällt wie meine Gedanken ziellos vom Himmel. Regeln zerfallen wie Staub unter meiner Logik.

Die Straßenlaternen – wie der Sonnenuntergang in deinen Augen. Dunkelbraun, fragend, hoffend. Ich bin verloren. Komme aus dem Land, in dem Worte nichts wert sind. Wenn die Nacht doch für immer dauerte und der Mond für immer diese dunkle Straße ausleuchtete, die für auf ewig deinen Zauber bewahrt.

Kapuzenpullover schwarz, deine Augen waren’s auch. Für eine Nacht verliebt, dann nie wiedergesehen. Ein Märchen aus Ungarn ins Deutsche übersetzt. Irgendwo in meinem Kopf läuft noch dieses Lied. Ich pfeife und streife und laufe durch müde alte Gassen. Einsam wie der Mond. Ich drehe mich im Kreis. Eine alte Cola-Dose gegen den Frust. Ein Stein ins Wasser gegen die Lust.

Diese Brücke ist antik. Ob je ein Römer hier stand wie ich? Ich drifte davon mit dem Fluss, einfach weg. Ich komme nicht zurück. Konnte kein Wort sagen, du hast sie alle an dich genommen. Wer braucht sie schon? Ein Blick von dir erzählte mir deine Sehnsucht und spiegelte meine wider. Gute Nacht, wo auch immer du jetzt bist.

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Von Lukas Böhl

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