Schreibtagebuch führen

In diesem Beitrag will ich dir die Vorteile eines Schreibtagebuches aufzeigen und dir meine selbstgemachte Vorlage vorstellen.

Wenn du selber schreibst, hast du bestimmt schon mal den Ratschlag gehört: Schreibe jeden Tag.

Vielleicht wurde er noch durch eine konkrete Wortanzahl ergänzt: Schreibe jeden Tag 1000 Wörter."

Die erste Reaktion bei solchen Äußerungen ist dann oft abwehrend. Dieser Autor kann ja nur jeden Tag seine 1000 Wörter runterreißen, weil „füge beliebige Aussage ein“.

Vielleicht stimmt das ja auch, in manchen Fällen, Einzelfällen… Doch meistens sind das nur Ausreden. Nie hat irgendjemand für irgendwas Zeit.

Aber ich verrate dir etwas: Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich. Und wenn du wirklich schreiben willst, dann nimmst du dir die Zeit dafür. Es müssen nicht unbedingt 1000 Wörter sein. 500 wären ja auch eine passable Anzahl.

So. Da das nun geklärt ist, stehen wir vor dem nächsten Problem. Ein ganz praktisches. Wie ziehe ich mich selbst zur Rechenschaft? Meine Antwort: Mit einem Schreibtagebuch.

Das Schreiben trainieren

Erlaube mir an dieser Stelle einen kurzen Exkurs ins Fitnesstraining. Viele fortgeschrittene Hobbysportler und Profis führen Trainingstagebücher.

Darin halten sie ihre Kraftleistungen fest, um die eigenen Fortschritte über einen gewissen Zeitraum messen zu können. Dadurch können sie sich nicht nur kontinuierlich steigern, sondern sich auch selbst dazu motivieren, ihre Leistung vom letzten Mal zu schlagen.

Irgendwann wird dann Bilanz gezogen und die Steigerungen können auf Tagesebene nachvollzogen werden.

Wenn du dich jetzt fragst, was das Training mit dem Schreiben zu tun hat, lass mich dir sagen: Um in einer Sache besser zu werden, musst du sie jeden Tag machen.

So wie jedes Workout einen Sportler seinem Ziel ein Stückchen näher bringt, befördert dich jedes Wort weiter in Richtung deines Ziels. Und genau hier kommen wir auf den Titel des Beitrags zurück: Das Schreibtagebuch.

Es hilft dir, die getane Arbeit festzuhalten, dich zu motivieren und deine Fortschritte zu messen. Darüber hinaus dient es als Aufbewahrungsort für spontane Einfälle und Ideen.

Da ich nicht einfach nur einen Notizblock vollschreiben oder ein Word-Dokument führen wollte, habe ich mir selbst eine Vorlage erstellt, die du ab sofort auf Amazon bestellen kannst.

Die Vorlage beinhaltet alles, was ein Schreibtagebuch benötigt:

1. Datum und Projektname

Datum und Projektname dürfen natürlich nicht fehlen. Schließlich soll dein Schreibtagebuch im Nachhinein Aufschluss darüber geben, wann du woran geschrieben hast. Es muss sich nicht einmal um ein zusammenhängendes Projekt handeln. Du könntest hier genauso gut eine Kurzgeschichte, ein Gedicht oder einfach nur kreatives Drauflosschreiben eintragen.

2. Tagesziel und tatsächlicher Fortschritt

Hier hast du die Möglichkeit, dein Tagesziel für die Schreibsession einzutragen. Außerdem die geplante Schreibdauer und die Sitzungen, in denen du fertig werden willst. Eine Sitzung definiere ich als Schreiben ohne Unterbrechung. Machst du eine Pause und setzt dich dann wieder hin, beginnt also die zweite Sitzung. Daneben findest du das gleiche Feld zum Eintragen deiner tatsächlich erreichten Leistung. Sind es doch keine 1000 Wörter geworden? Oder hast du sogar mehr geschafft?

3. Motivation festhalten

Was mir in allen Notizbüchern gefehlt hat, war die Möglichkeit, die eigene Stimmung und Motivation festzuhalten. Daher können in meiner Vorlage die drei Punkte „Motivation“, „Stimmung“ und „Zufriedenheit“ auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet werden. So kannst du in der Nachbetrachtung besser nachvollziehen, warum es an einem Tag besonders gut oder besonders schlecht gelaufen ist.

4. Bemerkungen

Kein Notizbuch für Autoren kommt ohne eine Spalte für Bemerkungen aus. Hier kannst du dir nicht nur weiterführende Notizen zu deiner Schreibsession machen, sondern kannst auch Gedanken und Ideen festhalten, die du beim nächsten Mal ausführen möchtest.

5. Wortanzahl vorher / nachher

Arbeitest du an einem zusammenhängenden Projekt, so muss natürlich auch Platz für die Wortanzahl vor und nach der Schreibsession sein. Das Schreibtagebuch lässt sich daher auch als Buchplaner verwenden.

Fazit

Wenn du Probleme damit hast, dich zum Schreiben zu motivieren und nach einer Möglichkeit suchst, dies zu ändern, kann dir ein Schreibtagebuch helfen.

Außerdem erhältst du dadurch die Möglichkeit, nicht nur das Endprodukt, also den fertigen Text oder das Buch, zu evaluieren, sondern auch den Weg dorthin.

Das ist zum einen total praktisch, um besser zu werden, zum anderen natürliche eine schöne Erinnerungsstütze.

Meine Vorlage ist jetzt als Print-on-Demand-Buch mit 100 Seiten auf Amazon bestellbar.

Von Lukas Böhl

Hallo, mein Name ist Lukas. Ich bin der Autor hinter dem Sinnblock. Falls du mehr über mich erfahren willst, schau mal hier vorbei. Dir gefällt, was du liest und du willst meine Arbeit unterstützen? Dann kannst du mir gerne via PayPal einen Kaffee spendieren oder mein Buch kaufen :) Ist natürlich kein Muss. Die Inhalte werden immer frei zugänglich und ohne lästige Werbeeinblendungen bleiben. Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern!