Ich, ich selbst und ich allein

Die Nacht ist menschenleer. Hunderte Kilometer Straße, auf denen kein Auto fährt. Nur ich bin noch draußen, ducke mich weg vor denen in Blau. Dann verschwindet das Licht in der Ferne und ich setze meinen Spaziergang fort. Nie war ich so ziellos unterwegs. Nie hat mich die Abwesenheit der Menschen so deprimiert. Es ist nach 8, doch ich kann nicht dort drin sein. Dort drin, wo ich jetzt immer bin. Mit mir, mir selbst und mir allein. Früher suchte ich die Einsamkeit, jetzt verfolgt sie mich, wohin ich geh. Im Stechschritt laufe ich davon. Doch wo ich auch bin, darf ich nicht sein. Nur immer drin und drin und drin. Wenn ich könnte, würde ich meinen Geist von der Bürde meines Körpers befreien. Oder mich meines Verstandes entledigen. Aber die Technik ist noch nicht so weit. Und so bleibe ich ein potenzielles Risiko. Einer, der vielleicht aus Versehen einem anderen das Leben nimmt. Hier macht nichts mehr Sinn. Immer wenn ich mich aufrege, ist da ein großes ABER, größer noch als der Vollmond, der mir meinen nächtlichen Pfad erleuchtet.

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