GTA

G

Wieder so eine Nacht, mein Verstand will irgendwohin. Kann ihn nicht fassen, fahre stundenlang in GTA durch die Straßen, um ihn vielleicht noch irgendwo zu erwischen. Der Bildschirm simuliert Bewegung, die Gedanken liefern genug Treibstoff für meine geisterhafte Reise. Allein in meinem Zimmer komme ich weiter, als mich meine Füße oder ein Auto oder ein Flugzeug je bringen könnten. Reise von A wie „Alles schon gesehen“ zu Z wie „Zig mal erlebt“. Mit der Uhr an der Wand beschreibe ich Kreise, die nicht Stunden, sondern Universen enthalten. Es ist alles neu mit einem Hauch vom Alten. Der Ausgang ist nie gewiss, aber am Ende kann ich sagen: Ich hatte mal eine Fernsehshow und sie war für Kinder und Erwachsene gleichermaßen, mit Träumen und Realitäten. Nur leider fehlt mir jetzt die Zeit dazu. Wenn ich Auto fahre, dann zur Arbeit. Wenn ich träume, dann beim Schlafen. Wenn ich spiele, dann mit Kindern, die ich nicht habe. Und wenn ich mal nachdenke, kommen die Sorgen. 

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