Dichtwoch #48 – Warten

Ich habe gewartet. Habe in Wartesälen und auf Taxis gewartet. Darauf, dass sich die Welt verändert und dass mir endlich Sackhaare wachsen. Habe auf das Ende eines langweiligen Gesprächs gewartet, um ein interessantes zu beginnen. Ich habe während des Wartens Leute beim Warten beobachtet und mich selbst beobachtet gefühlt. Ich warte nicht gerne, bin aber meist geduldig. Beim Warten hat man Zeit, sich selbst beim Warten zu analysieren. Meist ist es nichts von Bedeutung, aber manchmal hört man die Muse durchs Universum zu einem sprechen. Dann kommt immer der Arzt. Da ist er schon!

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Von Lukas Böhl

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