Dichtwoch #37 – Winterende

D

Ist das Schwarz dort in der Ecke?
Ist das die Nacht, die sich langsam über meine Decke legt?
Liege ich im Schlaf oder vernebelt das Fieber mir die Sinne.
Ein Blick aus dem Fenster, es ist fast so, als könnte ich fliegen.
Die Sterne am Firmament zeigen mir den Weg.
Weiter nur Bilder aus der Jugend im alten Zimmer,
in dessen vier Wänden sich die kühnsten Träume in Luft auflösten.
Ein winterlicher Hauch, vom Wind in die Höhe geworfen, streicht mir durchs Haar.
Ein Blick ins beleuchtete Zimmer des Nachbarn nachts um 3, auch er kann nicht schlafen.
Aus anderen Gründen, doch wenigstens ein stiller Verbündeter in dieser frostigen Finsternis.
Bald geht die Lampe aus, allein bleibe ich zurück.
Schon leuchtet die erste Laterne unten auf der Straße.
Ob ihr meine Sorgen egal sind?
Noch eine Stunde, bitte!
Am Horizont ein gelber Strahl.
Der Mond weicht Aurora, es ist Frühling.
Endlich finde ich Schlaf, ein Traum von dir im Grünen.

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