Dichtwoch #33 – Zufriedenheit

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Willkommen zur großen heiteren Party. Willkommen in meinem Innersten. Nach 25 Jahren wünsche ich mir alles von einem Kind bis zum Suizid und dass nichts davon je in Erfüllung geht. Ich will Freiheit, teuer erkauft durch mein Angestelltengehalt. Ich will einen zweiten Körper für die Last meiner Gedanken und dann einen Kopf, in dem sie wahrhaftig frei sind. Veränderung passiert ab hier in jedem Moment, doch aus der Distanz bleibt alles dasselbe. Nicht mal meine Vergangenheit ist sicher vor neuen Details. Und so bete ich zu einer unsichtbaren Instanz, die offensichtlich meine Zeit gerecht einteilt und hoffe, dass am Ende was bleibt, das mir nicht in den Händen zerrinnt. Nicht ein Haus, nicht eine Frau, sondern anhaltende Zufriedenheit, wenn auch vom Glück weit entfernt, so wenigstens nicht vergänglich.

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